Villa Béthanie
Chateau de Serres
Der Miroir aux Fées (Spiegel der Feen) ist ein bezaubernder kleiner Teich am Eingang des Val sans Retour in der mystischen Brocéliande-Waldregion. Erstmals erwähnt wurde der Name 1913 in einem Werk des Marquis de Bellevüe, das den Teich als "Miroir des Fées" bezeichnete.
Der Name "Spiegel der Feen" rührt von der spiegelglatten Oberfläche des Gewässers her, die durch die umgebenden Bäume vor Wind geschützt ist und die Natur perfekt reflektiert. Der Legende nach bewohnten sieben Feenschwestern diesen Teich, die geschworen hatten, tagsüber nicht an die Oberfläche zurückzukehren, um Sterblichen nicht zu begegnen.
Der Marquis de Bellevüe war ein französischer Autor und Lokalhistoriker, der sich intensiv mit der Folklore und den Legenden der Brocéliande-Region beschäftigte. In seinem 1913 veröffentlichten Werk erwähnte er den Teich erstmals unter dem Namen *Miroir des Fées*. Diese Umbenennung fiel in die Zeit der romantischen Wiederentdeckung der Artus-Legenden im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Während dieser Epoche wurden viele Orte in der Brocéliande-Region bewusst mit mystischen Namen versehen, um ihre Verbindung zur keltischen Mythologie und zur Artus-Sage zu betonen.
Eine faszinierende Legende berichtet von sieben Feenschwestern, die den Miroir aux Fées bewohnten. Sie durften tagsüber niemals an die Oberfläche zurückkehren, um nicht von sterblichen Augen gesehen zu werden. Der Grund für diesen Schwur lag in der Vorstellung, dass die Begegnung zwischen Feen und Menschen das magische Gleichgewicht stören würde. In der keltischen Mythologie existieren Feen in einer parallelen Welt, die nur durch Schleier von unserer getrennt ist. Wasserstellen wie der Miroir aux Fées galten als Portale zwischen diesen Welten.
Der Miroir aux Fées ist untrennbar mit der Fee Morgane (Morgan le Fay) verbunden, der Halbschwester König Artus' und einer der komplexesten Figuren der Artus-Sage. Der Teich wird daher auch *Lac de Morgane* genannt. In der Legende schuf Morgane das Val sans Retour (Tal ohne Wiederkehr) als Reich, in dem sie untreue Ritter gefangen hielt – Männer, die ihre Geliebten betrogen hatten. Die Fee soll häufig am Ufer des Teichs gewandelt sein, auf Besucher wartend oder in der spiegelnden Oberfläche nach der Zukunft suchend. Das Wasser galt als ihr magisches Instrument – ein Medium für Weissagungen und Zauber.
Der Nebel liegt schwer über dem Wasser und schafft eine surreale, traumhafte Stimmung Das sanfte Morgenlicht bricht sich durch die Bäume und erzeugt einzigartige Lichtreflexionen auf der spiegelglatten Oberfläche Die absolute Stille wird nur vom leisen Plätschern der Cascade du Rauco unterbrochen broceliande.guide Zu dieser Zeit gilt der Schleier zwischen den Welten als besonders dünn – die ideale Zeit für Feenbegegnungen
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