Pic de Bugarach
Ein mittelalterliches Dorf, das nach und nach von seinen Bewohnern verlassen wurde und heute als echtes "Geisterdorf" gilt. Es liegt einsam am Ende einer Straße und bietet eine sehr melancholische, zeitlose Atmosphäre, die von der Natur zurückerobert wird.
Périllos ist ein faszinierendes Geisterdorf in den südfranzösischen Corbières, das direkt an der Grenze zum Département Aude liegt. Die verfallenen Steinhäuser des einstigen mittelalterlichen Weilers liegen abgeschieden am Ende einer Sackgasse. Da die Bewohner den Ort nach und nach verließen, übernahm die Natur die Herrschaft über die verlassenen Gassen, was dem Ort heute eine melancholische und zeitlose Atmosphäre verleiht.
Der Hauptgrund für die Aufgabe des Dorfes war die Landflucht im zwanzigsten Jahrhundert. Die harten landwirtschaftlichen Bedingungen in der kargen Felslandschaft der Corbières und der fehlende Anschluss an moderne Infrastrukturen wie fließendes Wasser und Strom trieben die Bewohner in die nahegelegenen Täler. Der letzte Einwohner verließ den Weiler in den späten sechziger Jahren.
Architektonisch zeichnet sich der Ort durch eine kreisrunde Anordnung der Häuser aus, die sich schützend um den zentralen Platz und die alte Kirche legen. Diese Bauweise war typisch für befestigte mittelalterliche Weiler in der Region, die sich so gegen Wind und potenzielle Angreifer abschotteten. Die Gebäude bestehen aus lokalem Kalkstein und sind teilweise mit Schieferdächern gedeckt.
In der Umgebung befinden sich die Überreste des Oppidums von Montou, einer antiken Siedlung aus vorrömischer Zeit. Zudem spielte der nahegelegene Ort Opoul eine wichtige Rolle während der Kreuzzüge, da dort eine Komturei des Templerordens ansässig war, die später an den Johanniterorden überging. Diese historischen Schichten machen die gesamte Region zu einem mystischen Ort.
Heute ist der Weiler ein beliebtes Ziel für Wanderer, die die surreale Stille suchen. Die alte Kirchenruine liegt als malerisches Relikt auf dem höchsten Punkt des Dorfes. Einige wenige Gebäude wurden in den letzten Jahrzehnten von Künstlern und Aussteigern restauriert, wodurch ein spannender Kontrast zwischen dem natürlichen Verfall und neuem Leben entsteht.
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